Verband deutscher kleinhundezüchter e.V.

im VDH / FCI
 gegründet 1948

Archiv des Jahres 2010

Stern-TV Magazin
"Das Geschäft mit kranken Hunden"
Gendefekte bei Rassehunden


RTL Sendung vom 03.11.2010


Die Vorlage für diese Sendung dürfte zweifellos die BBC-Reihe im Englischen Fernsehen vergangenes Jahr gewesen sein. Eine Serie, die beim Englischen Kennel Club und bei englischen Züchtern für viel Aufruhr gesorgt hat, die aber unter Berücksichtigung der Entwicklung der englischen Hundezucht eindeutig überfällig war. Es würde hier zu weit führen, weiter ins Detail zu gehen, aber seit vielen Jahren werden dort von außen gewisse Entwicklungen und Rasseausprägungen kritisch und mit größtem Unbehagen verfolgt.

Im Kampf um Einschaltquoten ist es nur allzu leicht nachvollziehbar, dass auch ein deutscher Sender sich erhofft, durch so ein Aufreißerthema wochenlang in den Schlagzeilen zu bleiben Als seriöser Zuchtverband, der sich die Gesundheit der Hunde zum obersten Ziel macht, haben auch wir großes Interesse daran, dass Mißstände und Fehlentwicklungen aufgedeckt und die Verantwortlichen damit in die Pflicht genommen werden, Änderungen zu veranlassen.

Die Berichterstattung beinhaltete zwei Rassen, den Mops und den Cavalier-King-Charles-Spaniel, die vom Verband Deutscher Kleinhundezüchter (bei weiterer Nennung in der Abkürzung „VK“ geführt) unter dem Dach des VDH züchterisch betreut werden. Vorangestellt werden muss die Tatsache, dass der VK mit seinen etwa 3000 Mitgliedern zwar nicht wirklich ein kleiner Verein ist, der Welpenanteil in der Gesamtgewichtung am deutschen Rasseumsatz jeweils jedoch nur im niedrigen einstelligen Prozentsatzbereich liegt. Die Hauptanteile rekrutieren sich, wie unten weiter ausgeführt,  aus  Hundehandel und  deutschen Nachzuchten von  Zuchtverbänden, die größtenteils kommerzorientiert sind und meist wenig bis gar keine Zuchtselektion betreiben.

Bitte klicken Sie im Folgenden auf die entsprechenden Themenkomplexe um nähere Informationen zu erhalten.

Warum weisen so viele Hunde Gendefekte auf

Der Teufel liegt in der  Struktur des „Rassehundegeschäfts“.  Den Hauptanteil dürfte der echte Hundehandel ausmachen, der sich im Wesentlichen auf Billigimporte aus Ländern stützt, in denen Tierschutz nur auf dem Papier existiert. Dort interessieren noch nicht einmal die bekannt skandalösen Haltungs- und Aufzuchtsbedingungen, geschweige denn gesundheitliche Zuchtziele. Hier regiert der Kommerz mit seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten.

Aber wir müssen gar nicht so weit in die Ferne schauen, auch aus Deutschland wird der Markt überwiegend von „Zuchtverbänden“ bedient, die ohne jegliche Zucht- oder Gesundheitskriterien produzieren. Es genügt, beim Amtsgericht einen Verein anzumelden. Opa, Oma, Vater, Mutter und Kind reichen dafür aus, und schon kann man auf schönem Papier wunderbare Ahnentäfelchen herausgeben. Sachkunde – genetische Kenntnisse – Zuchtselektion – was ist das? Danach fragt keiner. Auf diese Weise sind in Deutschland tausende von Zuchtverbänden unterwegs, in denen planlos herum gezüchtet wird.
Solange man solche Vereine „in Ruhe läßt“, wird sich NICHTS ändern, und dabei könnte man sehr wohl etwas bewirken.

Jeder Züchter, der ab 3  Zuchttiere besitzt und regelmäßig züchtet, braucht eine Genehmigung durch den zuständigen Amtsveterinär. Die Voraussetzung hierfür ist ein Sachkundenachweis. Fast jede Hunderasse hat eine Disposition für einen Defekt -  viele lassen sich durch einfache, aber konsequent durchgeführte Selektionsmaßnahmen auf praktisch null reduzieren.

Jeder Züchter, der Rassehunde mit Ahnentafeln verkauft, ist in einem Zuchtverband organisiert. Diese sind als beim Amtsgericht eingetragene Vereine dem Tierschutzgesetz verpflichtet. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass sie über die Entwicklung der von ihnen betreuten Hunderassen auf dem Laufenden sind, und dazu gehören auch gesundheitliche Probleme. Keiner kann heute mehr behaupten, er wisse nichts von Defekten. Das WWW ist voll von Informationen, die jedem Interessierten zugänglich sind.

Man kann Vereine, die ohne Bekämpfungsmaßnahmen vermeidbar kranke Nachzuchten produzieren wegen Fahrlässigkeit in die Haftung nehmen. Ebenso entsprechende Züchter.  DAS wären die Maßnahmen, die auf einen Schlag wirksam einen ganz erheblichen Teil erbkranker Nachzuchten verhindern könnten.

Hierzu gibt es sogar mindestens einen Präzedenzfall durch einen Chihuahua mit Patellaluxation. Der Besitzer verklagte den Zuchtverband auf Erstattung der OP-Kosten, weil er keinen Nachweis für Selektionsmaßnahmen gegen einen bei Kleinhunden bekannt verbreiteten Erbdefekt erbringen konnte. Das Gericht erkannte daraufhin an, dass der Zuchtverein seine Sorgfaltspflicht zur Vermeidung defekter Nachkommen nicht erfüllt habe und er somit für die Behandlungskosten aufkommen müsse.  

An den Haaren herbeigezogene, völlig aus der Realität gerissene Einzelschicksale, die als Beispiel für einen angeblichen Globalbefall einer gesamten Rasse aufgetunt werden,  sind nur läppische Stürme im Wasserglas, die vielleicht für den ausstrahlenden Sender einen kurzfristigen kommerziellen oder Aufmerksamkeitseffekt haben, aber sonst gar nichts bewirken. Im Gegenteil, sie torpedieren die ernsthaften Bemühungen seriöser Zuchtverbände, die an sich schon anteilmäßig im „Hundegeschäft“ in der Minderzahl sind.

Der VDH ist zwar ein großer, aktiver und bekannter Dachverband, der zahlenmäßige Anteil im deutschen Welpenabsatz dürfte aber real die 20 %-Marke nicht überschreiten. Insofern resultiert daraus auch kein merklicher Einfluß auf den Durchschnittszustand der Rassehundepopulation, auch was den Aspekt gesunder Nachzuchten anbetrifft.

Der Mops und das "Brachyzephale Syndrom"

angeblich bedingt durch „ zu kurze Nasen“.

Der Mops hat seine kurze Nase schon seit tausenden von Jahren. Darauf zurückzuführende Vitalitätsdefizite verzeichnen wir aber erst seit einem oder zwei Jahrzehnten.

Der Grund hierfür ist, dass sich der Mops bei gleich gebliebenen Gewichts-Standardvorgaben  (!)  von knapp 8,5 kg ganz allmählich auf bis zu 12 – 14 kg nach oben entwickelt hat. Die mit  „viel Masse auf kleinem Raum“ geforderte Körpersubstanz hat sich in der allgemeinen, unprofessionellen  Umsetzung von klein, kompakt, gute Knochenstärke und Muskelmasse in die Realität fett, bindegewebsschwach und überhäutet verselbständigt.

Beim ursprünglichen Mops haben sich die Verhältnisse im Kopfbereich und den oberen Atemwegen harmonisch aufeinander eingestellt. Diese „Architektur“ muss zwangsläufig zusammen brechen, wenn man Gewicht und Größe fast verdoppelt und dann noch davon ausgeht, dass dieses Konstrukt von einer laschen Bindegewebsstruktur zusammengehalten wird.

Diese Entwicklung konnte sich im VK erst gar nicht vollziehen, da bei uns seit 1994 jedes einzelne Zuchttier einer Zuchtzulassungsprüfung unterzogen wird, die solche Auswüchse gar nicht zuläßt. Denn die vorgestellten Hunde werden gewogen und vermessen, und die Standardmaße müssen eingehalten werden, wenngleich ein kleiner Toleranzbereich bei einem guten Hund eingeräumt wird.

Wir sind weder blind noch taub, und so ist uns natürlich nicht entgangen, auf welch ungesundem Weg sich die Rasse befindet, insbesondere, nachdem sie sich seit einigen Jahren im „Modehund-Status“ bewegt. Das aktiviert den Handel, nicht die Qualität!

Wir distanzieren uns ausdrücklich von dieser Entwicklung und so haben sich die beiden Mops betreuenden Zuchtverbände im VDH als vorlegbaren Nachweis für eine Zucht mit gesunden Möpsen für gesunde Nachzucht auf einen Belastungstest als zwingenden Bestandteil der Zuchtzulassung geeinigt. Nach fast zweijähriger Durchführung können wir heute belegen, dass kein einziger, bei einem Belastungstest vorgeführter Mops  durchgefallen ist (wobei allerdings doch noch einige an den phänotypischen Anforderungen gescheitert sind !).

Was ist das "Brachyzephale Syndrom"

Das Brachyzephale Syndrom umfasst Atemwegsprobleme bei den kurzschnäuzigen Hunderassen. Der Mops ist eine sehr alte Hunderasse, die seit jeher verkürzte Schädelproportionen aufweist.
In Jahrhunderten haben sich die Verhältnisse im Rachen- und Atemwegsbereich aufeinander abgestimmt.  Dann kam der Mops in Mode  - mit allen negativen  Begleiterscheinungen: Die Zucht ist bei gewinnorientierten „Züchtern“ auf Kommerz und Masse ausgerichtet, nicht auf Gesundheit und Standardkonformität. Der Mops wurde zu groß, zu schwer, zu faltig – und kurzatmig.

Schon früh hat unser Verband vor diesen Erscheinungen gewarnt und dazu  aufgerufen, selektiv auf die Standardmerkmale zu züchten, die dem Mops Typ (nicht Über-Typ) und Gesundheit erhalten. Es sind dies:

  • Größe und Gewicht innerhalb der vorgegebenen Standardwerte (6,3 bis 8,1 kg)
  • Ein kräftiger, ausreichend langer Hals
  • Die geforderte „multum in parvo“ Statur besteht aus einem kompakt-gedrungenen, straffen Aufbau mit fester Muskulatur ohne belastende Fettanteile
  • Gut geöffnete Nasenlöcher
  • Breite Fangpartie für ausreichenden Naseninnenraum
  • Der Nasenschwamm (und nicht die Nasenfalte!) ist der prominenteste Gesichtspart
  • Übermäßige Faltenbildung an Kopf und Körper sowie schlaffes Bindegewebe sind zu bestrafen.

Der Verband Deutscher Kleinhundezüchter hatte immer diese Merkmale im Auge und bereits 1994 eine Zuchtzulassungsprüfung (ZZP) als Grundvoraussetzung für einen Zuchteinsatz eingeführt und dabei immer auch ein besonderes Augenmerk auf Fitness und freie Atmung bei den Zuchttieren gelegt.
Darüber hinaus haben sich seit Januar 2009 beide rassevertretenden VDH-Zuchtvereine nach Absprache mit dem VDH verpflichtet , einen Belastungstest als zusätzlichen  Bestandteil der Zuchtzulassung durchzuführen.
Ein neutraler Tierarzt nimmt unmittelbar vor dem Belastungstest eine klinische Untersuchung der vorgestellten Tiere vor (u.a., Herzfrequenz und Atemgeräusche in Ruhe). Eventuelle Vorerkrankungen oder Auffälligkeiten werden abgeklärt.  Danach muss der Hundeführer mit seinem angeleinten Hund in beliebiger Gangart eine fest vorgegebene Strecke von 1.000 m in maximal 11 Minuten absolvieren. Es folgen weitere Untersuchungen direkt nach dem Lauf, sowie nach 5 und 10minütiger Erholung auf Herzfrequenz und Atemgeräusche. Nach etwa 10 Minuten müssen sich Herz- und Atemfrequenz normalisiert haben, sonst gilt der Test als nicht bestanden.
Der Tierarzt entscheidet eigenverantwortlich über das Bestehen des Belastungstest, der Verband nimmt darauf keinen Einfluss.

Offensichtlich hat der Verband Deutscher Kleinhundezüchter in der Vergangenheit gute züchterische Vorarbeit geleistet, denn bis zum heutigen Tag ist noch kein Mops bei dem Test durchgefallen

Der Cavalier und die Syringomyelie (SM, Arnold-Chiari-Syndrom)

Zum allerersten Mal hörte ich davon im Jahre 2002, einer unserer Züchter fragte mich, ob ich darüber etwas weiß. Ich wußte nicht und googelte mich diesbezüglich durchs WWW, fand auch einige Einträge, aber wirklich anfangen konnte ich damit nichts. Bis dahin hatte ich von diesem Defekt noch nie gehört, geschweige denn, Kenntnis von betroffenen Hunden innerhalb Deutschlands oder den angrenzenden FCI-Ländern, mit denen man Zucht- und Zuchtlenkungskontakte hält.
In 2004 dann der erste erkrankte Hund in unseren Beständen, ein englischer Importrüde, der auch bereits gedeckt hatte.  Damit sah ich Handlungsbedarf, da auch Vorfahren dieses Rüden schon in unseren Zuchtdateien vertreten waren. Ich informierte mich jetzt eingehend, einschließlich Kontaktaufnahme mit Claire Rusbridge in England, die damals schon etwa 10 Jahre an SM forschte.
Ich kam zu dem Schluss, dass etwas „getan“ werden mußte und informierte als erstes die Züchter und Mitglieder über die Erkrankung.

Holland hatte sich inzwischen  den englischen Bekämpfungsempfehlungen (alles auf freiwilliger Basis) angeschlossen, die aber in Deutschland als Pflichtmaßnahme nicht in Frage kamen, da die dafür notwendigen MRT-Geräte gar nicht in einer Zahl vorhanden waren, die es gebraucht hätte, um alle Zuchttiere zu scannen. Inzwischen hat sich jedoch herausgestellt, dass MRTs als Selektionsgrundlage wertlos sind, da ein Untersuchungsergebnis eine Momentaufnahme ist, die heute ohne Befund sein, eine Nachuntersuchung nach wenigen Monaten aber bereits schon Auffälligkeiten zeigen kann.

Das MRT (Magnetresonanztomographie oder auch Kernspintomographie) ist ein bildgebendes Verfahren das Schnittbilder mittels körpereigener Magnetfelder erzeugt. Umgangssprachlich wird es - ähnlich der Computertomographie (CT) - die "Röhre" genannt und stellt auch in der Humanmedizin eines der kostenaufwändigsten Untersuchungsmethoden dar.
Seine Anwendung findet es bei der Darstellung von Weichteilgeweben sowie speziell von Nerven- und Hirngewebe und benötigt auf Grund der langdauernden Untersuchung einen ruhigen Probanden weshalb beim Tier eine Vollnarkose nötig ist. Zur besseren Abgrenzbarkeit von Strukturen wird während der Untersuchung ein Kontrastmittel intravenös verabreicht. Die Anfänge der MRT Scans beim Cavalier geschahen an ausrangierten Geräten der Humanmedizin, unter Tüchern in Kliniken geschmuggelte Hunde wurden mal eben narkotisiert und untersucht. Natürlich liess dabei die Qualität und Auswertung zu wünschen übrig. Heute wird die Untersuchung nur von speziellen Tierkliniken angeboten, teilweise gibt es Staffelpreise für Züchter welche jedoch unterschiedlich hoch sind (mindestens 250 € - normal ca. 500 €).
Die Untersuchung an sich dient ausschliesslich der Forschung, der Züchter oder Cavalierbesitzer kann selbst keine Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen. Denn gleichwohl es sich um ein objektives Verfahren handelt, ist es dennoch noch unklar ab wann es bei strukturellen Auffälligkeiten im Bereich des Kleinhirns beim Cavalier tatsächlich zum Ausbruch der eigentlichen Erkrankung mit Symptomen wie dem Kratzen kommt und welcher Hund die Erkrankung in der Zucht weitervererbt.

Holländische und englische Auswertungen (insgesamt waren damals etwa 10.000 Hunde untersucht!) sprachen von positiven Scans in einer Größenordnung von Auffälligkeiten von 70 – 90 % in allen Ausprägungsgraden

Aber nur ein winziger Prozentsatz zeigte in Holland und Deutschland  Symptome, die jedoch wiederum in keinen Zusammenhang mit den MRT-Befunden zu bringen waren.

Die Engländer behandeln ihre Ergebnisse mit hingebungsvoller Diskretion, da war  außer ein paar ominösen Andeutungen darüber, dass man aus den untersuchten Hunden und ihren Vorfahren über  umfangreiche Datensammlungen verfüge, diese aber nicht öffentlich machen dürfe, nichts in Erfahrung zu bringen.

Wir mußten also einen „genetischen Weg“ wählen, was jedoch bei polygenen Erbgängen mit Schwellenpunkt nicht so einfach und vor allem nicht kurzfristig wirksam ist.

Bei polygenen Erbgängen wird der Defekt durch eine mehr oder weniger große Anzahl von Genorten bewirkt (mein letzter Kenntnisstand in Sachen SM sind 3 Genorte autosomal rezessiv, einer dominant). So komplexe Zusammenwirkungen sind schwierig zu bekämpfen, zumal wenn die Genwirkung erst ab der Überschreitung eines gewissen Schwellenpunktes zum Ausdruck kommt, also der Hund Krankheitssymptome zeigt. Der Belastungsgrad unterhalb des Schwellenpunktes ist äußerlich am Einzeltier nicht einschätzbar. Allerdings lassen sich aus den Nachzuchten Rückschlüsse ziehen.

Auf diesem Prinzip baut sich dann auch unser Bekämpfungsmodell auf, und ich setzte mich damals also kurzerhand mit den beiden anderen Clubs in Verbindung, die neben dem VK die Cavaliere innerhalb des VDH betreuen, und der  VK lud zu einem vereinsübergreifenden Treffen ein

         Protokoll des vereinsübergreifenden Treffens
        (bitte klicken um das Dokument zu öffnen)

Im VK wurde das Selektionsmodell sofort umgesetzt.

Was ist Syringomyelia

Es handelt sich hierbei um eine Form des Arnold-Chiari-Syndroms, kurz SM genannt. Die Symptome wurden über Jahrzehnte nicht als Krankheit, sondern eher als „Eigenart“ der Cavaliere gewertet. Erst nachdem in England dramatische Krankheitsbilder auftraten und diese näher untersuchte, stellte man vor wenigen Jahren Zusammenhänge mit dem Chiari-Syndrom fest. SM kommt auch bei anderen Kleinhunderassen vor, ist aber nennenswert nur beim Cavalier King Charles Spaniel verbreitet. Betroffen sind alle 4 Farbschläge , ist präsent in praktisch allen Linien und beiden Geschlechtern. Das Problem entsteht durch einen zu kleinen Hinterhauptknochen, so dass im Schädel nicht genügend Hohlraum für das Gehirn und die freie Zirkulation der Gehirnflüssigkeit bleibt. Dadurch wird Flüssigkeit in den Wirbelsäulenstrang gezwängt, es entsteht eine Aussackung, genannt Syrinx.

Was sind klinische Anzeichen von SM?
Die Einengung des Rückenmarks verursacht ein unkontrolliertes Kratzverhalten im Schulterbereich. Meist auf nur einer Seite, selten beidseitig. Stress, Aufregung oder Reizung durch Berührung bestimmter Stellen im Hals- und Schulterbereich lösen diese „Kratzattacken“ aus, häufig genügt auch das Anlegen eines Halsbandes oder das Führen an der Leine.
Ein typisches Merkmal ist auch ein „Pseudo-Kratzen“: Der Hund führt mit der Pfote eine Kratzbewegung „in der Luft“ aus, es kommt dabei aber nicht zu Körperkontakt. Erkrankte Hunde können auch im Kopf- und Nackenbereich sowie an den Vorderläufen sehr sensibel sein. Manchmal schreien oder wimmern sie auch ohne ersichtlichen Grund. Eine bestimmte Position des Kopfes (Kopfhaltung) kann auch Schmerz hervorrufen, weshalb manchmal „Schonhaltungen“ zu beobachten sind. Es können sich in seltenen Fällen bei Junghunden Nackenskoliosen (Verkrümmungen) entwickeln. Einige Hunde laufen wie Fragezeichen. Es wird auch eine schwankende / wackelnde Gangart in den Hinterbeinen beobachtet und eine Weichheit in den Vorderläufen. 

In welchem Alter können Anzeichen auftreten?
Anzeichen werden gewöhnlich im Alter von 6 Monaten bis zu 3 Jahren beobachtet. (Es gibt aber auch Fälle im späteren Alter).
SM kann anhand der klinischen Symptome festgestellt werden oder durch  MRT-Scan.
(Kernspintomographie). Ergebnisse aus England, Amerika und Holland zeigen, dass ein hoher Prozentsatz der Cavaliere am MRT zwar auffällig ist, dem steht jedoch entgegen, dass die meisten dieser Hunde niemals Krankheitssymptome zeigen.

Kann das Erscheinungsbild schlimmer werden?
Das Fortschreiten der Krankheit kann sehr unterschiedlich sein. Bei manchen Hunden bleibt es Zeit ihres Lebens bei den beschriebenen Kratz-Auffälligkeiten. Es können sich in Extremfällen aber auch Sensibilitäten entwickeln, die Berührungsschmerzen verursachen, so dass das Leben für den Hund zur Qual wird. Auch das wollen wir nicht verschweigen!

Gibt es Krankheiten mit ähnlichen Symptomen?
Erkrankungen, die ähnliche Symptome hervorrufen, können Bandscheibenvorfälle sein (ungewöhnlich bei Hunden unter zwei Jahren); Krankheiten des Zentralnervensystems und andere Malformationen.

Was ist, wenn ich den Verdacht habe, dass mein Hund SM hat?
Bei bloßem Kratzen oder Jucken sollte zuvor abgeklärt werden, ob Hauterkrankungen, Ohrenentzündungen oder Allergien vorliegen. Gleichzeitig können Sie einen Tierarzt konsultieren, der sich auf dem Gebiet der SM auskennt. Hier werden von den Zuchtverbänden in Zukunft noch versierte Ärzte benannt. MRT-Scans können Verdachtsfälle bestätigen oder entkräften.

Die benannten Ärzte können  auch über medikamentöse Behandlungsmethoden aufklären. Weitere Informationen können Sie bei den drei Zuchtbuchämtern erfragen.

Fazit

„Gesundes“ Kratzen ist auch beim Hund eine völlig normale Verhaltensweise, ebenso wie „Verlegenheits-Kratzen“ oder „taktisches“  Kratzen, um das Befolgen eines ungeliebten Befehls hinauszuzögern. Lässt sich Kratzen durch Ablenkungsmaßnahmen oder Verbot unterbrechen, ist es ebenfalls als unbedenklich zu werten.

Bei auffälligem oder übermäßigem Kratzen sind Hautprobleme wahrscheinlicher als eine SM-Erkrankung. Es wird derzeit viel Wirbel um SM veranstaltet. Hauptsächlich in englischen und amerikanischen Internet-Auftritten findet man Horrordarstellungen. Diese mögen in den geschilderten Einzelfällen auch durchaus voll der Wahrheit entsprechen, jedoch müssen wir diese Veröffentlichungen immer vor dem Hintergrund sehen, dass in England jährlich allein 10 000 registrierte Cavalier-Welpen gezüchtet werden (dies entspricht der Zahl aller seit 1995 in Deutschland lebenden und in VDH-Verbänden gezüchtetn Cavaliere!). Darüber hinaus hat England ein sehr ungesundes Zuchtverhalten, indem z.B. der begehrte Titel „Englischer Champion“ für Cavaliere jährlich nur an etwa 5 bis 10 Hunde vergeben wird und diese dann unverhältnismäßige Zuchtverwendung finden, weil jeder Züchter, der international mitreden will, möglichst viele Championvorfahren in seinen Ahnentafeln vorweisen möchte.  Zuchtselektionsmaßnahmen vom Dachverband Englischer Kennel Club werden in keiner Richtung betrieben.

Eine ehrliche, unbeschönigte Schätzung für Deutschland geht nach dem derzeitigen Stand von vielleicht 1 % SM-Erkrankungen bei Cavalieren aus (im VDH-Bereich!).

Für die aktuelle deutsche SM-Situation kennt der Amerikaner ein passendes Sprichwort:
Hörst Du hinter Dir Hufe klappern, dann denke zuerst an Pferde, nicht an Zebras...

Selektionsmaßnahmen beim Cavalier - Syringomelie (SM)

Das Krankheitsbild des seit Jahrzehnten bei der Rasse bekannten „Kratz-Syndroms“ scheint  seit geraumer Zeit eine immer drastischere Symptomatik zu entwickeln. Schwere Verlaufsformen haben dazu geführt, dass in England in den letzten Jahren Nachforschungen über die Ursachen und Genetik veranlasst wurden.
Da jetzt auch in Deutschland gehäuft betroffene Cavaliere mit schwereren Verlaufsformen bekannt geworden sind, werden wir nicht umhin können, züchterische Maßnahmen zu ergreifen, um einer weiteren Verbreitung und Verschlimmerung entgegenzuwirken.
Da es sich nach einhelliger Meinung der auf diesem Gebiet tätigen Forscher um einen polygenen Erbgang mit mindestens 2 rezessiv besetzten Genorten handeln soll, werden wir wie folgt vorgehen:

Die Elterntiere eines als erkrankt gemeldeten Hundes werden mit Verdacht auf „auffällig belastet“  in den Ahnentafeln gekennzeichnet. Ebenso Großelterntiere, für die in voneinander unabhängigen Ahnentafeln mindestens 5 Enkel als an SM erkrankt nachgewiesen wurden.  Nachgewiesenermaßen an SM erkrankte Vorfahren, die in Ahnentafeln auftauchen, werden direkt mit SM gekennzeichnet. Hunde, die von einem Tierarzt bestätigte SM-Symptome aufweisen, für die jedoch kein MRT-Nachweis vorliegt werden als neurologisch auffällig gekennzeichnet

An SM erkrankte und als neurologisch auffällig attestierte Tiere dürfen nicht für die Zucht eingesetzt werden. Für Hunde, die vor Nachweis ihrer Erkrankung zur Zucht zugelassen waren, erlischt die Zuchtzulassung. Im Ausland stehende Deckrüden, die an SM erkrankt sind, dürfen von unseren Züchtern nicht mehr zum Decken verwendet werden, unabhängig davon, ob sie in dem Land, in dem sie stehen, weiterhin als zuchttauglich geführt werden.

Zuchttiere dürfen NICHT miteinander verpaart werden, wenn Deckrüde und Hündin Eltern oder Großeltern aufweisen, die Kennzeichnungen aufweisen. Mit dieser Maßnahme soll vermieden werden, dass vermutet genetisch mehrbelastete Hunde miteinander verpaart werden und so die Wahrscheinlichkeit für kranke Nachkommen steigt.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Kennzeichnungen nur für die SM-Selektion zu beachten sind. Sie sollen die Nutzung der Zuchttiere ansonsten in keinster Weise beeinträchtigen.

Wir haben ein derzeit auf etwa 1 % geschätztes Aufkommen an SM erkrankten  und neurologisch auffälligen Cavalieren, das gibt keinen Anlass zu Panik.

Im Interesse einer möglichst großen genetischen Basis der Rasse, auch im Hinblick auf die bekannte Herz-Situation, ist es wichtig, dass wir eine möglichst große Anzahl von Rüden und Hündinnen verschiedener Abstammungen aktiv im Einsatz haben, nur Risiko-Verpaarungen sollen verhindert werden.“

Selektionsgegner (nicht aus VK-Reihen!) versuchten dann, unsere Bekämpfungsmaßnahmen gerichtlich auszuhebeln. Im Verlauf des Prozesses wurden 2 Gutachter (Genetiker) bestellt, die die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen jedoch einhellig bestätigten.

Unsere Züchter haben das Programm gut angenommen und umgesetzt. Unsere Liste umfaßt inzwischen etwa 40 gesichert diagnostizierte SM, bzw. Fälle mit neurologischen Auffälligkeiten im In- und Ausland. Frau Lauritsen (CCD) leistet hier tolle Überzeugungsarbeit, wenn es darum geht, die betroffenen Hundebesitzer dazu zu bringen, den Fragebogen auszufüllen, den wir aus Sicherheit für Falschmeldungen zugrunde legen.

Schon die Auswertung dieser kurzen Liste unter Einbeziehung der Vorfahren dieser Hunde bestätigt eindeutig, dass das Selektionsmodell greift.

Da sich inzwischen in 3 Fällen von Verpaarungswiederholungen ergeben hat, dass bei Erst- und Wiederholungsverpaarung auffällige Welpen entstanden sind, haben wir darauf reagiert, indem es bei Cavalieren verboten ist, eine Verpaarung vor Ablauf von 3 Jahren zu wiederholen. Vor der Wiederholung muss der Nachweis erbracht werden, dass aus der Erstverpaarung kein auffälliger Welpe hervorgegangen ist.

Im April 2009 schrieb ich Frau Dr. Eichelberg, Vorsitzende der VDH-Zuchtkommission an. Wir hielten unsere durchgeführten Selektionsmaßnahmen für die Übergangszeit, bis die momentan laufenden Forschungen durch Claire Rusbridge zur DNA-Erkennung anwendungsreif sind, für sinnvoll genug, als dass wir sie baten, beim VDH zu befürworten, dass dieses Modell von allen 3 rassebetreuenden Vereinen übernommen werden solle.

Schon für Mai 2010 lud die VDH-Zuchtkommission (ZK) zu einem Treffen der Zuchtverantwortlichen der drei Clubs ein. Die ZK hatte inzwischen auch nach Alternativen Ausschau gehalten, und so war auch Dr. Schmidt aus Gießen geladen, der Vorschläge unterbreiten sollte. Gießen hat seit etwa 2 Jahren ein Anti-SM-Programm auf der Grundlage von MRT-Diagnostik laufen. Darüber hinaus arbeitet man an OP-Techniken, um das Leiden der stark betroffenen Hunde zu mildern/beheben. Es war daher dann auch nicht verwunderlich, dass seine Vorschläge in Richtung großflächig angelegte MRT-Reihenuntersuchung ausgerichtet war. Es wurde eine Zahl von 1.500 Untersuchungen in den Raum gestellt - der einheitlichen Auswertung wegen natürlich alle mit dem hochmodernen Gießener Gerät. Andere Scans könnten in diese Studie nicht einbezogen werden.

Das Projekt stieß natürlich auf einstimmige Ablehnung, zumal das  Konzept von Dr. Schmidt nur mündlich vorgetragen und keinerlei schriftliche Ausarbeitung vorgelegt wurde. Er konnte unsere bestehenden Bedenken hinsichtlich der Aussagekraft eines Scans in Bezug auf eine züchterische Unbedenklichkeit auch nicht entkräften. Darüber hinaus ist so ein Projekt schon deswegen unnötig, da mit England, Holland und Deutschland inzwischen schon etwa 15.000 Scans über einen Zeitraum von 15 Jahren vorliegen. Warum also ein Projekt zeitlich bei Null beginnen, wenn an anderer Stelle schon ein 15jähriger Forschungsvorsprung vorliegt.

Ich habe das auch unmißverständlich gesagt, und zu unserem Modell einen Ergänzungsvorschlag dahingehend gemacht, dass man für dieses Geld lieber eine Gruppe von Ärzten neurologisch auf die Erkennung der Symptome speziell schulen lassen könnte, um die Diagnostik auf eine absolut gesicherte Basis zu stellen. Gleichzeitig gäbe es dann auch mehr Anlaufstellen für Besitzer eventuell betroffener Hunde.

Wir gingen mit der Vereinbarung auseinander, dass die Vereine sich weiter beraten sollten, man würde sich dann im Oktober wieder treffen, um an einer Endlösung zu arbeiten. Herr Dr. Schmidt sollte dann auch ein schriftliches Exposé für sein Programm ausarbeiten.

Statt einem neuerlichen großen Treffens muss wohl eine VDH-ZK-interne Beratung stattgefunden haben, denn am 04.11.2010 erhielten die 3 Vereine das nachstehende

            Anschreiben der Zuchtkommissions-Vorsitzenden
            Frau Dr. Eichelberg
              (bitte klicken um das Dokument zu öffnen)



Zuchtselektionsmaßnahmen im VK

Der Verband Deutscher Kleinhundezüchter war und ist in seinem Wirkungsbereich  - auch international – immer einer der ersten, wenn nicht gar der erste überhaupt, der auf erbliche Gendefekte mit Bekämpfungsmaßnahmen reagiert.

Am Beispiel von SM sind wir weltweit die ersten, die überhaupt ein Pflicht-Selektionsprogramm anwenden.

Nach Übernahme durch die anderen beiden Clubs würde es sich auf die VDH-Ebene ausweiten. Sehr viele FCI-Länder sind sich der Gefahr dieser Erkrankung für die Rasse sehr wohl bewußt, es wird viel Geld für Forschung ausgegeben in der Hoffnung, dass man eines Tages durch Erbgut (DNA)-Analysen selektieren kann. Sollte dies gelingen, dann wird es dafür aber noch Jahre brauchen. Ich hätte den „Traum“, dass sich die Zwischenzeit international mit unserem Bekämpfungsmodell überbrücken ließe. Mit so einer Zusammenarbeit könnte man schneller zu umfangreicheren Daten kommen, was auch die Effizienz ganz ungemein erhöhen könnte – aber ich bin realistisch und weiß, dass es ein Traum bleiben wird. 

Voraussetzung für unsere „Zuchtlenkungsbeweglichkeit“ sind nicht zuletzt eine Zuchtordnung und Satzung, die dem Vorstand freie Hand in der Beschlussfassung und sofortigen Umsetzbarkeit beschlossener Regelungen lassen. Das Vertrauen der Züchter und Mitglieder in die Kompetenz der Zuchtleitung ist nach fast 30jähriger Amtszeit beinahe grenzenlos (vielen Dank dafür!), und so gab es auch nie nennenswerte Widerstände, zumal Maßnahmen zuvor eingehend im internen Teil des VK-Forums angekündigt, begründet und diskutiert werden.

Transparenz und Öffentlichkeitsinformationen sind ganz unverzichtbare Instrumente für die Verifizierung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen. Nur mithilfe der Rückmeldungen von Besitzern der im VK gezüchteten Hunde können wir Rückschlüsse ziehen, inwieweit unsere Bekämpfungsmaßnahmen ihr Ziel erreichen.

Aus diesem Grund betreiben wir auch großen Aufwand mit unseren Ahnentafeln, die in ein Büchlein eingebunden sind, in dem alle, unsere betreuten Rassen betreffenden Defekte leicht verständlich beschrieben, die Bekämpfungsmaßnahmen erklärt und die Erfolge belegt werden.

Der eindringlichen Bitte um Rückmeldung bei auftretenden erbgebundenen Defekten wird mit guter Resonanz Folge geleistet, ebenso wird den Hinweisen auf unsere Homepage und unser Forum große Beachtung geschenkt, wie die Besucherzahlen belegen.

Wir sind schon immer Vorreiter gewesen, auch wenn es darum ging erblich belastete Vorfahren als Selektionshilfe in den Ahnentafeln für jeden nachlesbar zu kennzeichnen. Kein züchterisches Ego kann wichtiger sein als das Ziel, gesunde Hunde zu züchten.

Natürlich kann keine Bekämpfungsmaßnahme der Welt für ausschließlich gesunde Nachkommen garantieren, aber wir können mit unserem Namen dafür stehen, dass wir alles unternehmen, was der wissenschaftliche Stand aktuell hergibt, um Defekte zu merzen oder zu vermeiden. Das zeigt sich natürlich auch dadurch, dass insbesondere bei Züchtern aus dem In- und  Ausland größtes Vertrauen in die Gesundheit unserer Nachkommen besteht – sie sind außerordentlich gefragt.

Unsere Regelungen sind die strengsten, die sich vergleichbar im VDH und der FCI finden lassen, das garantiert uns aber auch eine solide Bereitschaft unserer Züchter, wirklich das Beste zu geben, denn Züchter mit Tendenz zur Bequemlichkeit werden sich bei uns nicht lange wohlfühlen.

Unsere derzeitigen Bekämpfungsmaßnahmen umfassen

  • Patellaluxation bei ALLEN, von uns betreuten Rassen. Durchgeführt seit 1994. Es werden nur PL-freie Tiere für die Zucht frei gegeben. Erbgang ist polygen, seit Beginn der Maßnahmen haben wir die PL-Rate bei allen Rassen drastisch gesenkt

  • Progressive Retina-Atrophie (PRA) bei Papillon/Phalène und komplette Merzung bei plötzlichem Auftreten in einer eingrenzbaren Linie bei der Rasse Löwchen Fortbestand der Zuchtzulassung nur mit jährlich vorgelegten Augenattesten mit  dem Befund frei.

  • Juveniler Katarakt bei Havanesern. Nach Bekanntwerden von Merkmalsträgern in Amerika und im europäischen Ausland wurde innerhalb von 2 Monaten der komplette Bestand an Zuchttieren durch DOK-Augenärzte untersucht und für frei befunden. Pflichtuntersuchungen bei Importen und ihren F1-Nachkommen werden durchgeführt. Bis jetzt noch keine Erkrankungen bei VK-Nachzuchten.

  • Mitral- und Trikuspidalklappen-Endokardiose bei Cavalieren - seit 1993 Pflichtuntersuchung für alle Cavalier-King-Charles-Spaniel auf Herzerkrankungen. Für Rüden einmal jährlich, für Hündinnen etwa 4 Wochen vor der Belegung. Hunde ohne Vorlage eines Attestes dürfen nicht zur Zucht eingesetzt werden.

  • Brachyzephales Syndrom beim Mops und Syringomyelie/Arnold Chiari bei den Cavalieren wurden oben bereits eingehend dargelegt.

  • Karin Biala-Gauß
    Zuchtleitung Verband Deutscher Kleinhundezüchter e.V.

    Offener Brief an Herrn Bitzer (WDR Redaktion "Markt")

    Sehr geehrter Herr Bitzer,

    man sagt mir nach, dass ich in meinem Denken und Handeln sehr rational bin, wer hier also emotionale Ausbrüche erwartet, der wird enttäuscht sein, damit kann ich leider nicht dienen.

    Nachdem die Sendung ausgestrahlt wurde, für die Sie sich sowohl mit mir als auch mit dem VDH in Verbindung gesetzt haben, um Infomaterial zu sammeln, frage ich mich, wozu wir uns eigentlich die Mühe gemacht haben, für Sie Daten zusammen zu stellen. Ich sehe da jetzt zwei Möglichkeiten:
    Sie beschaffen sich von namhaften Institutionen Informationen rein um sagen zu können, Sie hätten sich an kompetenter Stelle informiert; aber in Wirklichkeit "steht" der Bericht inhaltlich schon längst. Oder Sie  haben gar nicht begriffen, was wir Ihnen übermittelt haben.

    In beiden Fällen kommen wir zu dem Ergebnis,  Ihnen zukünftig für weitere Informationen nicht mehr zur Verfügung stehen. Bitte beschaffen Sie sich Ihr Material weiterhin aus den Quellen, die Sie für die Ausstrahlung in Anspruch genommen haben. Diese halten es mit Wahrheit und Sachlichkeit nicht wirklich so genau, entsprechend lassen sie sich hinsichtlich der Publikumswirksamkeit dann aber auch sehr viel besser instrumentalisieren. Wir haben "markt" ziemlich regelmäßig geschaut, und für hochwertigen, unabhängigen Journalismus gehalten. Wenn hier jedoch alle Themen trotz bester Informationsgrundlagen ähnlich oberflächlich abgehandelt werden, dann scheint mir für den Zuschauer, der Anspruch auf sachliche Darstellung erhebt, jede Sendeminute vergeudet. Dann kaufe ich mir doch lieber gleich die Zeitung mit dem roten "B", da werde ich wenigstens ehrlich für dumm verkauft.

    Es hätte nur ein paar wenige Klicks im Net bedurft, dann hätten Sie schnell herausfinden können, dass Ihre "Chihuahuaklappe" von einem Kreis betrieben wird, der sich selbst mit sehr unzureichenden Regelungen gibt, um gesunde Chihuahuas zu züchten. Einen Klick weiter, und man kann nachlesen, dass man dort auch ungeniert das sehr einträgliche Farbmuster "Merle" züchtet, das die FCI auf Antrag unseres Verbandes inzwischen ganz ausdrücklich im Chihuahua-Standard verbietet, da es aufgrund der Farbenvielfalt in dieser Rasse unkontrollierbar Defekte im Seh- und Hörvermögen verursachen kann.

     "Rassehunde X in Not", jetzt sogar schon "Klappe" genannt (um Muttergefühle anzusprechen?) erfüllen nur in seriöser Obhut ihren eigentlichen Zweck. Viel häufiger sind es als Wohltätigkeit getarnte "Ramschverkäufe" von aus dem Handel oder Überproduktion sitzen gebliebener Hunde, die sich auf normalem Weg nicht mehr absetzen lassen. Aber wenn man das Herz anspricht...

    Herr Bitzer, etwas eingehendere Recherche, und man hätte mit dieser Sendung ganz andere Informationen verbreiten können. Vielleicht auch ein kleiner Hinweis darauf, dass es eben doch einen Unterschied macht, wenn sich der Interessent einen Welpen aus einer kontrollierten Zuchtstätte kauft und nicht den 300 Euro-Welpen, der aus den Tiefen des Hundehandels seiner Mutter mit 5 Wochen entrissen wurde, bis zur Übernahme durch seinen (hoffentlich) Endbesitzer nie einen Tierarzt oder eine Impfung gesehen hat, dafür aber umso mehr Leidensgenossen  jedweder  Provenienz und jede Gelegenheit der Welt hatte, sich mit allem zu infizieren, was Krankheit oder Tod begünstigt. 

    Ihr Gießener Tierarzt Dr. Martin Schmidt scheint Probleme mit Koordination und Gedächtnis zu haben. Waren seine Aussagen in der RTL-Sendung noch so, dass 95 % der von ihm untersuchten Hunde auffällig waren, so hat sich innerhalb weniger Wochen diese Zahl wundersam auf 25 - 30 % reduziert. Nach eigenen Angaben hat Dr. Schmidt mit seinem Team 120 Cavaliere untersucht. Zum besseren Verständnis: Dort werden selbstverständlich ganz überwiegend Hunde vorgestellt, die vom Besitzer oder dem behandelnden Tierarzt schon als auffällig in Verdacht stehen. Somit sehe ich hier durchaus den Vergleich zum Dermatologen, der aussagt, dass 95 % seiner Patienten ein Hautproblem haben. Auch von unserem Verband wurde die Uni Gießen als Referenz weiter gegeben,  inzwischen sind wir davon jedoch abgekommen .
    Ich möchte versuchen, diese "rassebedrohende" Erkrankung in die richtige Relation zu setzen. 30 % von 120 Cavalieren sind 36 auffällige Hunde. Wenn wir dem entgegen stellen, dass der Cavalier eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 Jahren hat, dann dürften allein aus VDH-Beständen in Deutschland etwa 10.000 Cavaliere "im Umlauf" sein. Berücksichtigt man dann noch, dass VDH-gezüchtete Hunde eine eklatante Minderheit im deutschen Bestand ausmachen, dann schätzen wir die momentan in Deutschland lebenden Cavaliere auf etwa 100.000. Die Dunkelziffer der nicht bekannten Erkrankungsfälle müßte hier schon EXORBITANT sein, um daraus einen  Rassedefekt zu konstruieren...  Somit relativiert sich diese Aussage ganz erheblich. Was ich Ihnen vorwerfe ist, dass Sie im Besitz dieser Daten waren, und dennoch haben Sie nichts dazu beigetragen, dies zu erläutern. War da die Sensation wichtiger wie die Fakten?

    Ich möchte hier bitte nicht falsch verstanden werden, die Zahl der erkrankten Hunde ist verschwindend gering, was aber nicht heißt, dass nicht jeder einzelne betroffene Hund einer zuviel ist, zumal wenn Erkrankungsfälle züchterisch vermieden oder reduziert werden können. Wir sind auch dankbar für jeden Beitrag, der auf Aufklärung und Vermeidung abzielt, aber die gegebenen Zahlen mit "heißer Luft zu strecken", das dünkt mich dann doch eher sensationsorientiert.

    Weitere Ausführungen erspare ich mir hier jetzt, ich habe mehr von meiner Zeit an Sie verschwendet als mir lieb ist. Ich verweise daher an dieser Stelle nur noch auf das Statement auf unserer Homepage (das Sie im übrigen kennen, da Sie sich anläßlich unseres Telefonates darauf bezogen) www.kleinhunde.de   gleich auf der Startseite, nur ein wenig herunter scrollen

    Dort können sich dann die Zuschauer informieren, die wirklich an FAKTEN interessiert sind.

    Im Übrigen brauchen Sie noch nicht einmal einen Versuch zu unternehmen, auf meine Mail zu antworten, ich habe Ihre Adresse auf meine "schwarze Liste" gesetzt, Sie werden also nichts an mich absetzen können. Ich sehe keinen Sinn in weiterer Korrespondenz mit Ihnen oder Ihrem Sender. Schade drum, denn eigentlich hätte ich gedacht, dass die "Öffentlichen" auf etwas höherem Informationsniveau angesiedelt sind als die Privaten. Aber, man lernt eben nie aus...

    Mit freundlichen Grüßen
    Karin Biala-Gauß
    Zuchtbuchamt/Zuchtleitung Verband Deutscher Kleinhundezüchter (VDH/FCI)




    Die Erfolgreichen des VK ...

    bei der Bundessiegerschau und Nationalen Rassehundeausstellung am 15. + 16.10.2010 in Dortmund

    Bundessieger bzw. BOB und Gruppensieger
    wurden:

    Mops:


    Candlelight Dinner of Golden Pugs

    Bundesjugendsiegerin 2010



    Besitzer: Sabine van Roon

    Cavalier:

    Liane`s Highlander     
    Bundesjugendsieger 2010

    Liane`s Hold Me Now 
    Bundessiegerin 2010 und BOB

    Liane`s Highlight        
    Vize Bundessiegerin 2010

    Besitzer: Liane und Willy Berger

    Havaneser:


    Sandra´s Moonlight Malibu

    Bundessieger 2010



    Besitzer: Nancy Fassott

    Havaneser:


    Daylight Star of Havanna

    Bundessieger 2010 und BOB



    Besitzer: Nancy Fassott

    Nationale RHA

    Havaneser:


    Sandra´s Moonlight Malibu

    BOB + BIG 1



    Besitzer: Nancy Fassott

    Papillon:


    Hundebuden´s Zicken-Prinz

    Bundesjugendsieger
    2010


    Besitzer: Klein-Schirocky

    Nationale RHA

    Papillon:


    Hundebuden´s Zicken-Prinz

    BOB + BIG 2



    Besitzer: Klein-Schirocky

    Bichon frisé:


    Honey Dream´s Yaenkee Sunny

    Bundessieger
    2010


    Besitzer: Sylke Rodmann
    Bichon frisé:


    Honey Dream´s Gynaja Lana

    Bundesjugendsieger
    2010


    Besitzer: Sylke Rodmann
    Shih-tzu:


    Wenrick´s Face Of Yin Da´s

    Bundesjugendsieger
    2010


    Besitzer: Angelika Silber
    Shih-tzu:


    Sannie´s S-Anke Ai Sai

    Bundessieger 2010 und BOB


    Besitzer: Angelika Silber
    Löwchen:


    Aischä von den Westerwälder Watzen

    Bundessieger 2010 und BOB


    Besitzer: Familie Eckhardt
    Malteser:


    Carrara's La Luna

    Bundesjugendsiegerin 2010

    Nationale RHA:

    BOB

    Besitzer: Claudia Boch
    Phalenè:


    Tom Jones v. Jo-Jo de la Haye

    Bundessieger 2010


    Besitzer: Joke + Adri Noordijk

    Petit Brabancon

    Isidor of Baluchistan

    Bundessieger 2010 BOB + BIG 3
     

    Besitzer:  Heinz Kohrs

    Chihuahua Langhaar:


    Peppermint Kiss von der Rappelkiste

    Bundesjugendsiegerin 2010


    Besitzer : Eva Wolbeck
    Bologneser:


    Billy White Tiger vom Hof Dominique

    Bundessieger 2010


    Besitzer : Familie Julich
    Chihuahua Langhaar:


    Yuri Sax Action Alet

    Bundesjugendsiegerin 2010 + BOB


    Besitzer : Klaus Mergel
    Chihuahua Langhaar:


    Rosamaj Vanderbilt

    Bundessieger 2010


    Besitzer : Klaus Mergel

    herzlichen Grückwunsch den Besitzern vom gesamten VK Vorstand !

    Richter waren: Freitag Bundessieger:
    Herr Hans van den Berg (NL)
    Papillon - Phalène - Mops
    Mr. Michael Leonard (IRL)
    Bichon Frisé - Shih-Tzu
    Mrs. Shealagh Waters (GB)
    Cavalier-King-Charles-Spaniel
    Frau Karin Voye (D)
    Malteser - Havaneser - Löwchen -
    Schipperke
    Herr Jens Bruse (D)
    Bologneser - Chihuahua Kurzhaar -
    Chihuahua Langhaar – Zwerggriffons

    Samstag Nationale:
    Frau Pamela Runderkamp (NL)
    Löwchen – Mops – Zwerggriffons
    Mr. Michael Leonard (IRL)
    Bologneser - Havaneser - Malteser -
    Papillon - Phalène
    Frau Karin Voye (D)
    Cavalier King Charles Spaniel - Chihuahua
    Kurzhaar - Chihuahua Langhaar
    Herr Jens Bruse (D)
    Bichon Frisé – Schipperke - Shih-Tzu

    es können auch gerne noch mehr Erfolgreiche dazukommen - gerne per Email an hollweg@kleinhunde.de





    Buch Neuerscheinung : Bichon Rassen

    Premium Ratgeber von Karin Biala – Gauß erschienen im bede Verlag bei Ulmer
    ISBN 978-3-8001-6732-6
    DAS Buch für alle Bichon Fans!

    Ein neues Hundebuch? Für mich stellt sich immer die Frage, steht da etwas anderes drin, als in den bisher erschienenen?
    „Alles über Ihren Hund, Alles über die Rasse..... das versprechen viele Ratgeber, umfangreiches Wissen, manchmal gar allumfassend, fast allwissend wollen die Infos sein. Ein hoher Anspruch.

    Nun, ich habe es gelesen, das Bichon Buch von Karin Biala-Gauß. Wenn eine solch langjährige Züchterin und Ausstellerin, die Zuchtleiterin eines Kleinhundevereines mal wieder ein Buch schreibt, so verspricht das mehr. Man muss es kaufen und lesen. Glauben Sie mir, ich habe es kritisch gelesen, denn meine Schränke sind voll von Hundebüchern, die ich seit ich 6 Jahre alt bin sammle.

    Das Bichon Buch umfasst alle Bichon Rassen, den Bologneser, den Coton de Tulear, den sehr beliebten Havaneser, das Löwchen, den Malteser und auch den Bolonka zwetna. Die letztgenannte Rasse ist bisher nicht in allen FCI Ländern, auch nicht in Deutschland, anerkannt. Dennoch schaut die Autorin über den Tellerrand und vielleicht auch ein bisschen in die Zukunft und behandelt diese Rasse, wie all die anderen ausführlich bis ins Detail.          

    Aus allen Zeilen spricht die Erfahrung der Autorin. Hundeerfahrung ein Menschenleben lang. Die Herkunft der diversen Rassen, Entwicklung und Verbreitung leiten das Buch ein. Die einzelnen Rassebeschreibungen sprühen voller Begeisterung für die kleinen, wuschligen Lieblinge, die so viele von uns auch ins Herz geschlossen haben.  Besonders stechen die gezeichneten Darstellungen der Hunde ins Auge. Hier werden die Unterschiede der einzelnen Hunderassen, die so leicht für den Laien und auch den Fachmann unter dem Fell nicht erkennbar sind,  sichtbar. Ich würde mir wünschen, es gäbe mehr solche Darstellungen, von denen wir alle lernen können. Hier spätestens wird klar, dieses Buch ist auch für Fachleute und Züchter interessant, im Gegensatz zu den meisten „Ratgebern“, die schlichtweg nur Lesestoff für den Hundelaien bieten.

    Das Wissen der Autorin zieht sich durch das Buch, Wesen , Sozialisierung und vor allem die „Vorüberlegungen und Anschaffung“ sind voller praktischer und gut verständlicher Tipps. Offen wird auf rassebedingte Krankheiten und Probleme eingegangen. Pflege und Ausstellung werden in Wort und Bild, oft mit Hinweisen, die man sonst in keinem Buch findet, ausgeführt. Oder haben Sie in einem deutschen Buch jemals die Anleitung für einen Top-Knot gefunden?? Natürlich werden auch die Grundlagen nicht vernachlässigt und selbst ohne Vorwissen kann man hier einiges auf Anhieb verstehen und weiss, dass und wie man z.B.Krallen schneidet, Ohren reinigt etc..

    Gespickt ist das Buch mit traumhaft schönen Bildern, die wirkliche Klassehunde der aufgeführten Rassen darstellen. Die Hunde sind in allen möglichen Situationen präsentiert, in privatem Rahmen,  beim Züchter, im Training. Die Auswahl besteht ausschliesslich aus aktuellen Bildern. Diese Hunde können Ihnen tatsächlich auf einem Agility Pacours, bei einer Show oder auf einem Ringtraining begegnen.
     
    Was will die Autorin mit diesem Buch erreichen? Ich persönlich glaube, Sie will uns die Begeisterung für die Bichon Rassen nahe bringen, uns helfen, den Rassen gerecht zu werden, sie artgerecht zu halten und zu pflegen.  Auf alle Fälle ein Buch, das man lesen muss!!!! 





    Kennzeichnung von Hunden

    Mit dem neuestem Rundschreiben des VDH vom 26.4.2010 ist die erste Diskussionsrunde zur zusätzlichen Erlaubnis von Tätowierungen gescheitert. Es sollen zwar weitere Verhandlungen folgen, da in der Übergangszeit jedoch

    ... ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass es zu Anzeigen kommen kann, wenn zukünftig tätowiert wird und insbesondere Zuchtwarte, die weiterhin tätowieren, vom Verband (und VDH) vor Anzeigen von Einzelpersonen nicht geschützt werden können.

    ist es für den Verband Deutscher Kleinhundezüchter e.V. von großer Bedeutung, die Zuchtwarte des Verbands sofort zu informieren und keinem weiteren Risiko auszusetzen.

    Der VK e.V. hat sich entschlossen, das Tätowieren als Kennzeichnungsmöglichkeit aufzuheben.

    Folgende Vorschläge von der Zuchtleitung wurden von der Mitgliederversammlung am 1.Mai 2010 einstimmig angenommen und haben aufgrund der Gefahr von Rechtsnachteilen für die Zuchtwarte SOFORTIGE Gültigkeit:

  • alle Welpen müssen ab sofort mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden
  • bereits vergebene Tätonummern von nicht abgenommenen Welpen sind lediglich als Zuchtbuchnummern zu verwenden, auch diese Welpen müssen gechippt werden
  • wie zuvor können Welpen anlässlich der Wurfabnahme freiwillig mit Backenabstrich zusätzlich DNA-profiliert werden
  • für Hunde, die zur Zucht eingesetzt werden, wird anlässlich der ZZP ein Backenabstrich zur DNA-Profilierung genommen (es sei denn, eine solche ist bei unserem Vertragslabor bereits hinterlegt)
  • bei Hunden, bei denen bei der ZZP der Chip nicht abgelesen werden kann, besteht die Möglichkeit die Identität aufgrund eines 18-Marker-Abstammungsnachweises bestätigen zu lassen. Danach kann ein neuer Chip gesetzt und die Hunde in der Zucht eingesetzt werden.
  • aufgrund der möglichen Erschwernis, im Ausland stehende Elterntiere hinterher für einen Backenabstrich heranzuziehen wird empfohlen, Importhunde (die nur gechippt sind) oder Welpen nach ausländischen Deckrüden immer vorsorglich DNA-profilieren zu lassen
  • es steht den Züchtern frei, die Welpen vom Tierarzt oder vom Zuchtwart chippen zu lassen (Züchter müssen vor der Wurfabnahme beim Zuchtwart anfragen, ob dieser das Chippen vornimmt)
  • Interner Bereich

    Der interne VK Mitglieder- und Züchterbereich ist online ! ab sofort können sich entsprechend des Vorstandsbeschlusses vom 27.2.2010
    alle Mitglieder
    des VK die den laufenden Mitgliedsbeitrag 2010 bezahlt haben
    in den Internen Bereich des VK e.V. einloggen ! hier können Sie sich einloggen !

    Ausschliesslich VK Züchter, die im VK das Zuchtbuch führen sowie Deckrüdenbesitzer die ihre Rüden beim VK zur Zuchtzulassung vorstellen können sich einloggen. Der Login kann mit dem Nachnamen und der Mitgliedsnummer erfolgen und ist erst dann aktiviert, wenn die Mitgliedsgebühren des laufenden Jahres bei der Geschäftsstelle des VK bezahlt wurden. Jens Bruse schaltet die Mitglieder nach Bezahlung bzw bei Neumitgliedschaft frei – bei Rückfragen zur Freischaltung bzw. wenn Sie noch nicht als Züchter oder Deckrüdenbesitzer registriert sind, wenden Sie sich bitte an Jens Bruse (Bruse@kleinhunde.de oder Telefon: 038353-51014 bzw. Fax: 038353-669988).

    Der Login zum Internen Bereich ist sicher, ändern Sie jedoch bei der ersten Anmeldung ihr Passwort im Benutzerprofil in ihr eigenes persönliches Passwort. Wurf- und Deckmeldungen können weiterhin sicher mit ihrer Mitgliedsnummer und Zwingernummer im Internen Bereich abgegeben werden. 

    ZZP Ergebnisse und Zuchtbücher werden, wie bei der Jahreshauptversammlung in Knittelsheim beschlossen, ab sofort im Internen Teil der VK Internetseite veröffentlicht. VK Mitglieder die keinen Computerzugang haben können einen Ausdruck der Dateien bei mir gegen eine Kopiergebühr von 6 Cent pro Seite plus Porto anfordern. Bitte per Telefon 09131 530 1299 bzw Fax 09131 9231336 bzw Email Hollweg@kleinhunde.de anfordern.

    Wie gewohnt können Sie über die VK Internetseite ihre Deckmeldung und Wurfvoranmeldung „aufgeben“ - nun jedoch im internen Bereich . Die Daten werden per Email an das Zuchtbuchamt gesandt und über unser System dann auch gleich in die Deckmeldeliste sowie Wurfvoranmeldeliste auf den Seiten des VK Internen Bereichs. Melden Sie deshalb Ihre Deckmeldung und Ihren Wurf über dieses System, so sparen Sie uns allen viel Bearbeitungszeit und Ihre Deckmeldung ist auch gleich im Internen Bereich einzusehen.

    Deckrüden auf der VK Internetseite
    VK Mitglieder können als Deckrüdenbesitzer und / oder Züchter kostenlos ihre Rüden im internen Bereich der VK Internetseite selbst für die Deckrüdenliste auf der VK Webseite eintragen. Voraussetzung dafür ist die vollständig bestandene Zuchtzulassungsprüfung im VK (Rüden-Erstzulassung für Jungrüden bzw. Rüden Dauerzulassung für Rüden über 15 Monaten). Rüden die eine Beschränkung auf die Anzahl der Deckakte besitzen (z.B. max. 3 Deckakte) sind von der Deckrüdenliste ausgeschlossen. Ebenso sind Rüden ausgeschlossen, welche Ihre Zuchtzulassung nicht im VK erworben haben oder im Besitz eines Nicht-VK-Züchters stehen. Es kann jeweils nur der im eigenen Besitz stehende Rüde eingetragen werden. Sie können ein Foto des Hundes sowie alle Daten zum Hund wie Championtitel, Elterntiere usw. angeben. Die Deckrüdenliste wird automatisch generiert und ist dadurch immer aktuell. Der Eintrag kann vom Besitzer selbst täglich geändert und aktuell gehalten werden. Die Deckrüdenliste wird von unserer Seite täglich auf Korrektheit der Angaben (mit Ausnahme der Championtitel) geprüft.
    hier gehts zur VK Deckrüdenseite !

    Unsere Liste der VK Champions, der jeweiligen Jahre wächst und wächst. Bilder die mir zugeschickt wurden sind eingefügt, auf den Rest warte ich noch !

    Champions 2010
    Champions 2009
    Champions 2008
    Champions 2007

    Jeder VK Champion (VK Jugendchampion, VK Champion und VK Veteranenchampion) wird nun namentlich auf der VK Internetseite erwähnt. Ich bearbeite das aktuelle Jahr genauso wie die Vorjahre und füge zu jedem Hund ein Foto ein – insofern es dem Interesse des Besitzers entspricht und es mir ein Foto seindes Hundes zur Verfügung stellt. Senden Sie mir deshalb bei Interesse wenn Sie einen VK Champion oder Jugend- oder Veteranenchampion besitzen ein Foto von ihrem Hund (an die Email Hollweg@kleinhunde.de) Es werden keine anderen Championtitel eingetragen, melden Sie mir bitte deshalb ausschliesslich VK Champions mit der Angabe des vollständigen Hundenamens sowie dem Jahr in dem Ihr Hund Champion wurde ! Ich übernehme nur die Hunde, die mir in der Championliste von Frau Biala-Gauß als Champions genannt wurden. Sollte Ihr Hund jedoch bisher noch nicht in dieser Liste auftauchen, so melden Sie mir das bitte bzw. Frau Biala –Gauß.